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Mit neuer Technik voraus

Bei M&B Backwaren im westfälischen Olfen entschied man sich, die vorhandene Kältetechnik zu erneuern. Mit CO2-Anlagen von Koma ist das Unternehmen nun zukunftssicher aufgestellt. 

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Das Unternehmen M&B Backwaren stand im Jahr 2017 an einem technischen Wendepunkt. Sowohl Ofen- als auch Kühltechnik mussten erneuert werden um modernen Ansprüchen an Produktqualität, Energieverbrauch und Bedienungsfreundlichkeit zu entsprechen. Mit dem Investitionsberater Herrn Heuermann Ebäcko Münster setzte sich Berthold Brinkert zusammen und man begann mit der Planung. So wurde überlegt, welche Kühlanlagen benötigt wurden und ein Pflichtenheft für die Auftragsvergabe erstellt. „Wir haben uns unterschiedliche Produktionen mehrerer Bäckereien von verschiedenen Anbietern angesehen und Angebote eingeholt“, erinnert sich Brinkert. Nachdem dann im Jahr 2018 zwei Betriebe besichtigt wurden, die mit Anlagen von Koma arbeiten, davon einer mit einer CO2-Kühlung, war relativ schnell klar, dass es ein CO2-Booster-System werden sollte. Rückblickend resümiert Brinkert, dass die überzeugende Technik von Koma und die kundenfreundliche Angebotsphase entscheidend waren für die Auftragsvergabe an Koma. „Es war von Anfang an ein sehr gutes, vertrauliches und offenes Verhältnis mit den Leuten von Koma“, so Brinkert. „Auch wenn die Technik alleine gereicht hätte, die Entscheidung zu treffen, so hat der Service und das Verständnis der Verantwortlichen für unsere individuellen Anforderungen den letztlichen Ausschlag gegeben.“ Die Entscheidung für Koma fiel dann endgültig auf der iba 2018 in München. „Das letzte Gespräch fand auf dem Flughafen statt, da wir unseren Flieger kriegen mussten“, fügt Brinkert lächelnd hinzu.

Förderung

Der Vorteil beim Bau einer CO2 Anlage sind die Fördermöglichkeiten, die durch das Energieeinsparungspotential der Anlage möglich werden. Mit Hilfe des Energieberatungsunternehmens Cuekk von Andreas Kötter wurden die Berechnungen erstellt und die Förderanträge gestellt. Je nach Anlage, Unternehmen und anderen Parametern sind Förderungen von 20-40% der Gesamtkosten möglich. Alleine durch diese Förderung werden die Mehrkosten, die eine CO2 Anlage verursacht aufgefangen. Aber auch die Zukunftssicherheit einer solchen Anlage ist es Wert, mehr anzugeben. Mehr dazu im Informationskasten „Warum CO2-Kühlung?“


Die ursprüngliche Planung der Ebäcko wurde größtenteils übernommen, in Absprache sowohl mit dem Unternehmer als auch mit dem technischen Berater Markus Heuermann der Ebäcko Münster aber noch erweitert und basierend auf Erfahrungen der Planer bei Koma optimiert. „Die Änderungen waren alle sinnvoll“, so Brinkert. „Man hat schnell gemerkt, dass man hier mit Profis arbeitet.“ Zielvorgabe bei Brinkert war es, dass die neuen Kälteanlagen weniger Energie verbrauchen sollten, als die alten. Mittelfristiges Ziel ist die Verlegung von mehr und mehr Arbeitszeiten in den Tag. So lassen sich zum einen Nachtstunden sparen und zum anderen können die auf dem Dach der Produktion montierten Photovoltaikanlagen bei den höheren Lasten beim Beschicken der Anlagen und dem Herunterkühlen der Produkte einen Teil der Stromversorgung übernehmen. Der Strombedarf der Tagesproduktion erfolgt heute zu 100% durch die erweiterte Photovoltaikanlage.

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Die Technik

Ausgestattet wurde das Unternehmen mit verschiedenen Anlagen, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Bäckerei und der herzustellenden Produkte angepasst wurden. Zentral in der Produktion stehen zwei Teigkonditionierungsvollautomaten, die jeweils 16 Stikkenwagen fassen. Diese sind für einen Temperaturbereich von -20°C bis +35°C ausgelegt. Die 8cm starke PU-Isolierung ist für Anlagen in diesen Temperaturbereichen ausgelegt. Koma legt Wert darauf, die Isolierungsstärke immer auf die jeweiligen Anlagen und die Verwendung anzupassen, so dass der Anwender ausreichende Isolierung und damit Produktionsssicherheit hat und gleichzeitig die Kosten im Rahmen bleiben. Die über die gesamte Raumlänge angebrachten Radiallüfter sind drehzahlgeregelt, so dass immer ein ausreichend kühler und möglichst ruhiger Luftstrom gleichmäßig durch den Raum geführt wird. Ein Edelstahl-Luftleitsystem und die abgehängte Systemdecke sorgen dafür, dass die eingebrachte Ware keinem direkten Luftstrom ausgesetzt ist, so dass sie nicht austrocknet. Die verbauten Verdampfer sind ausreichend groß dimensioniert um 740kg Ware innerhalb von 3 Stunden von +25°C auf -5°C abzukühlen. Die Lüfter innerhalb der Anlage sorgen für eine gleichmäßige Auslastung der Verdampfer. Bis zu drei Stapel Brötchendielen werden zunächst in einem Blast-Freezer System innerhalb von 15 Minuten abgekühlt. Dank einer Diffusionsluftführung und des speziell angepassten Luftleitsystems wird die zirkulierende Luft optimal über die einzufrierenden Teiglinge gelenkt, was einen schnellen Wärmeabtransport sichert. Die Leistung des Systems liegt bei 400kg pro Stunde. Danach kommen die Dielenstapel in einen umgerüsteten Lagerfroster aus dem Altbestand und lagern dort. Hierdurch muss sich unser Verkaufsteam nicht mehr mit der Gare der Brötchen befassen“, so Brinkert. Mit den bisherigen Ergebnissen ist man schon sehr zufrieden, aktuell werden allerdings noch verschiedene Dielentypen getestet um die Teiglinge sicher und optimal temperiert in die Filialen transportieren zu können. Insgesamt vier bereits vorhandene Kühlanlagen, darunter zwei Lagerfroster mit unterschiedlichen Ausmaßen wurden von Koma ebenfalls in das neue Verbundsystem eingeschlossen. Hierzu wurde die vorhandene Technik entfernt und durch moderne Verdampfer- und Lüfteranlagen ersetzt. Um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten wurden auch die alten Türen ersetzt und moderne eingebaut. Die neuen Türrahmen fügen sich in die vorhandenen Isolationen ein und wurden so befestigt, dass ein sicherer und temperaturstabiler Betrieb möglich ist. 

Da die Bäckerei vermutlich in den nächsten Jahren weitere Kühlsysteme benötigt, legte Koma bei der Planung tote Leitungen, die einfach nur auf der einen Seite an das Verbundsystem und auf der anderen Seite an die neu zu bauenden Anlagen angeschlossen werden müssen. „Dies erspart uns bei zukünftigen Erweiterungen viel Arbeit und Schmutz“, erklärt Brinkert.
Der Verbund selber umfasst 8 Kompressoren und liefert drei verschiedene Temperaturbereiche von -5°C bis zu -42°C. Die intelligente Steuerung des Verbundes regelt die Zufuhr zu den Kälteanlagen so, dass die jeweils gewünschte Raumtemperatur erreicht wird.

„Mit dem neuen CO2-Booster-System von KOMA wurde unser Produktionsprozess optimiert und wir haben in KOMA einen Partner gefunden, der mit vielen kleinen Ideen zu einer runden Lösung beiträgt.“- Bernhard Brinkert, M+B Backwaren.

Zukunftspartner

Mit dem neuen Verbundsystem von Koma konnte die M&B Backwaren nicht nur die Kühlfläche vergrößern, sondern auch bestehende Anlagen in den Verbund einbinden, wodurch Kosten reduziert werden konnten. Die vorrausschauende und an den Anforderungen des Unternehmens ausgerichtete Planung von Koma half, die Abläufe zu optimieren und mehr und mehr Arbeitszeit aus der Nacht in den Tag zu legen. Durch die Verlegung aktuell nicht benutzter Leitungen sind zukünftige Erweiterungen des Kühlsystems problemlos und mit wenig baulichem Aufwand möglich. „Ich bin sicher, mit Koma einen Partner gefunden zu haben, der nicht nur bei Planung und Bau einem zur Seite steht, sondern auch mit vielen kleinen Ideen und Lösungen zu einer runden Lösung beigetragen hat.“, ist Brinkert überzeugt. 

Warum CO2-Kühlung?

Um die Umwelt zu schonen, werden Kältemittel mit einem so genannten GWP-Wert versehen. Dieser kennzeichnet das Global Warming Potential, also das Potential eines Kältemittels zur globalen Erwärmung beizutragen. Je höher dieser Wert ist, umso größer ist die Gefahr, dass ein Kältemittel unser Klima negativ beeinflusst. In Zusammenhang mit dem Ziel der EU, den Ausstoß von Treibhausgasen schrittweise bis zu den Jahren 2020, 2022 und 2030 weiter zu reduzieren wird die Verwendung von Kältemitteln mit bestimmten GWP Werten eingeschränkt. Ab 2020 ist die Verwendung von Mitteln mit einem GWP über 2500 bei Neuanlagen untersagt und auch Wartungsarbeiten sind nur mit recycelten Kältemittelvorräten möglich. Der zulässige GWP bei neuen Anlagen wird sukzessive reduziert. Ab 2030 sind dann Serviceleistungen mit dem aktuell noch weit verbreiteten Kältemittel R404A untersagt, so dass solche Kältesysteme nach und nach aus dem Betrieb genommen oder umgerüstet werden müssen. Produzenten und Lieferanten werden zusätzlich im Einsatz und Vertrieb von klimabelastenden Kältemitteln eingeschränkt. Über die Jahre reduziert sich der durchschnittliche GWP, der in Gesamtheit in Umlauf gebrachten Kältemittel.

Hier punktet CO2 dann mit einem GWP von 1. Alleine durch die aus dem sehr geringen GWP Wert resultierende Zukunftssicherheit ist es sinnvoll, sich mit CO2 als Kältemittel zu befassen. Dazu kommen noch weitere Vorteile, wie der sehr geringe Preis des CO2 im Vergleich zu anderen Kältemitteln. CO2 ist somit ein zukunftssicheres und günstiges Kältemitte, das dank der Forschung und Entwicklung bei Koma optimal auf den Kältebedarf von Bäckereien abgestimmt ist.

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