Constant quality. Constantly.

Mit umweltfreundlicher Kühltechnik in die Zukunft

KOMA entwickelt und produziert seit Jahren Kühlsysteme, die nachhaltig, zuverlässig, zukunftssicher und umweltfreundlich sind. KOMA-Kältetechnik wird in vielen Bereichen eingesetzt, vom Nudelteig bis hin zu Flugzeugmahlzeiten und Medikamenten. Der größte Markt ist jedoch das Bäckerei- und Konditoreigewerbe.

1

Speziell für die sehr besonderen Anforderungen im Bäckerei- und Konditoreisektor hat KOMA eine Reihe zweckmäßiger Systemkonzepte entwickelt. Dabei kann sich KOMA stets auf über 80 Jahre Erfahrung im Bereich Kühltechnik stützen.

KOMA produziert und liefert seit Jahren Kühlsysteme mit natürlichen Kältemitteln und kann mittlerweile auf über 20 integrierte Großsysteme mit natürlichen Kühlmitteln zurückblicken. Seit Kurzem treibt KOMA auch den Einsatz natürlicher Kältemittel in Einzelanlagen voran (KOMA CO2 Stand-alone).

So zum Beispiel bei M+B Backwaren im nordrhein-westfälischen Olfen, wo man sich für die Erneuerung der vorhandenen Kühltechnik entschied. Mit CO2-Technik von Koma ist der Betrieb jetzt bereit für die Zukunft.

M+B Backwaren stand 2017 an einem Wendepunkt. Sowohl der Ofen als auch die Kühltechnik mussten erneuert werden, um den modernen Anforderungen an Produktqualität, Energieverbrauch und Benutzerfreundlichkeit gerecht zu werden. Bernhard Brinkert von M+B Backwaren wandte sich an die lokale Einkaufsgenossenschaft Ebäcko, worauf die Planung begann. Nachdem bestimmt worden war, welche Kühlsysteme erforderlich sind, wurde eine Ausschreibungsspezifikation erstellt. „Wir haben uns bei verschiedenen Anbietern umgesehen und Angebote erhalten“, erinnert sich Brinkert. Nach einem Besuch in zwei Betrieben im Jahr 2018, die mit KOMA-Systemen arbeiten (darunter einer mit CO2-Kühltechnik), fiel schnell die Wahl auf ein CO2-Booster-System. Im Nachhinein unterstreicht Brinkert, dass die einzigartige Technologie und die kundenfreundliche Auftragsabwicklung den Ausschlag für KOMA gegeben haben. „Wir hatten von Anfang an eine sehr gute, offene und vertrauensvolle Beziehung zu den Leuten von KOMA“, meint Brinkert. „Auch wenn uns die Technik selbst schon überzeugt hätte, waren der Service und das Verständnis der Verantwortlichen für unsere spezifischen Probleme und Anforderungen die entscheidenden Faktoren.“ Die Entscheidung für KOMA fiel schließlich auf der IBA 2018 in München. „Das letzte Gespräch fand noch auf dem Flughafen statt, weil wir unseren Flieger schaffen mussten“, erzählt Brinkert lachend.

2

Umsetzung

Die ursprüngliche Planung der Ebäcko konnte größtenteils übernommen werden. Beruhend auf dem Erfahrungsschatz der Planer von Koma wurde diese jedoch in Rücksprache mit dem Unternehmen und dem technischen Berater der Ebäcko noch erweitert und optimiert. „Die Änderungen waren alle vollkommen logisch“, weiß Brinkert zu berichten. „Da wurde schon bald klar, dass wir es mit echten Fachleuten zu tun hatten.“ Ein wichtiges Anliegen für Brinkert war, dass die neuen Kühlanlagen weniger Energie verbrauchen sollten als die alten. Mittelfristiges Ziel des Betriebes ist es, zunehmend mehr Arbeit aus der Nacht auf den Tag zu verlegen. Einerseits spart dies nächtliche Arbeitsstunden, andererseits können die Photovoltaikanlagen auf dem Dach der Produktionsstätte bei hoher Last durch Beladung der Systeme und Abkühlung der Produkte einen Teil der Stromversorgung übernehmen.

3

Die Technologie

Der Betrieb verfügt über verschiedene Systeme, die den spezifischen Bedürfnissen der Bäckerei und der herzustellenden Produkte entsprechen. Im Zentrum der Produktion stehen zwei vollautomatische Teigkonditionierungsanlagen mit jeweils 16 Regalwagen. Diese sind für einen Temperaturbereich von -20 °C bis +35 °C ausgelegt. Die 8 cm dicke PU-Dämmung ist auf Systeme mit diesen Temperaturbereichen abgestimmt. KOMA legt großen Wert darauf, die Dämmstärke an das jeweilige System und dessen Nutzung anzupassen, sodass sich der Anwender auf ausreichende Dämmung und Produktionssicherheit verlassen kann und zugleich die Kosten im Rahmen bleiben. Die über die gesamte Raumlänge angebrachten Radialventilatoren sind drehzahlgeregelt, damit immer ein ausreichend kühler und möglichst leiser Luftstrom durch den Raum geleitet wird. Ein Luftleitsystem aus Edelstahl und die abgehängte Systemdecke sorgen dafür, dass die angelieferten Teiglinge keinem direkten Luftstrom ausgesetzt sind und nicht austrocknen. Die eingebauten Verdampfer sind groß genug dimensioniert, um 740 kg Produkt binnen 3 Stunden von +25 °C auf -5 °C herunterzukühlen. Die Ventilatoren im System stellen eine gleichmäßige Wirkung der Verdampfer sicher. Maximal drei Stapelwagen mit Brötchen werden zunächst in einem Schockfroster innerhalb von 15 Minuten herabgekühlt. Durch den Diffusionskanal und das speziell konzipierte Luftleitsystem wird die zirkulierende Luft optimal über die zu frostenden Teiglinge geführt, was eine schnelle Wärmeableitung gewährleistet. Das System hat eine Leistung von 400 kg pro Stunde. Anschließend kommen die Teiglinge auf dem Wagen zur Lagerung in einen umgebauten Gefrierschrank aus dem alten Bestand, in dem die Kippdielen für den nächsten Tag zusammengestellt werden. Danach werden die vorbereiteten Stapelwagen in die Konditionierungszelle geschoben. Hier werden die Brötchen mindestens 14 Stunden gelagert, aufgetaut und langsam gären gelassen. „So können wir die Teiglinge jetzt in vollständig konditioniertem Zustand in die Filialen bringen und unser Verkaufsteam muss sich nicht mehr um den Gärprozess kümmern“, sagt Brinkert erfreut. Mit den Ergebnissen ist man bisher überaus zufrieden. KOMA hat darüber hinaus vier bestehende Kühlsysteme, darunter zwei Lagerfroster unterschiedlicher Größe, perfekt in das neue CO2-Netzwerk integriert. Dazu wurde die vorhandene Technik entfernt und durch moderne Verdampfer- und Ventilatorensysteme ersetzt. Um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, wurden die alten Türen gegen moderne ausgetauscht. Die neuen Türrahmen passen in die vorhandene Dämmung und sind so befestigt, dass ein sicherer Betrieb und eine gute Temperaturstabilität gegeben sind.

Da die Bäckerei in den kommenden Jahren wahrscheinlich weitere Kühlsysteme benötigen wird, hat Koma schon in der Planungsphase mehrere Leerleitungen vorgesehen, über die künftige Systeme bei Bedarf einfach an das Netzwerk angeschlossen werden können. „Das wird uns bei zukünftigen Erweiterungen viel Arbeit und Dreck ersparen“, erklärt Brinkert.

Der KOMA-CO2-Booster bei M+B Backwaren besteht aus 8 Kompressoren und liefert drei verschiedene Temperaturbereiche von -5 °C bis -42 °C. Die intelligente Steuerung des Netzwerks regelt die Zufuhr zu den Kühlsystemen, sodass jederzeit die gewünschte Kammertemperatur erreicht wird.

„Mit dem neuen CO2-Booster-System von KOMA wurde unser Produktionsprozess optimiert und wir haben in KOMA einen Partner gefunden, der mit vielen kleinen Ideen zu einer runden Lösung beiträgt.“- Bernhard Brinkert, M+B Backwaren.

Künftiger Partner

Mit dem neuen CO2-Booster-System von KOMA konnte M+B Backwaren nicht nur den Kühlraum vergrößern, sondern auch vorhandene Systeme kostensparend in das neue Netzwerk einbinden. Die zukunftsorientierte Planung von KOMA, abgestimmt auf die Anforderungen des Betriebs, hat zu einer Optimierung der Abläufe beigetragen, wodurch mehr Arbeitsstunden von der Nacht auf den Tag verschoben werden konnten. Durch die Verlegung von Leerleitungen ist eine künftige Erweiterung des Kühlsystems problemlos und mit wenig Aufwand möglich. „Ich bin mir sicher, in KOMA einen Partner gefunden zu haben, der uns nicht nur bei der Planung und Umsetzung unterstützt, sondern auch mit vielen kleinen Ideen und Ratschlägen zu einer runden Lösung beigetragen hat“, ist Brinkert überzeugt.

Warum CO2-Kühlung?

Die Klimaschädlichkeit eines Kältemittels wird durch den sogenannten GWP-Wert ausgedrückt. Der GWP-Wert gibt das Treibhauspotenzial des Kältemittels an, d.h. dessen möglichen Beitrag zur Erderwärmung. Je höher der GWP-Wert, desto größer die Gefahr, dass das Kältemittel einen negativen Effekt auf unser Klima hat. Im Rahmen der EU-Ziele zur schrittweisen Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen bis 2020, 2022 und 2030 wird die Verwendung von Kältemitteln mit bestimmten GWP-Werten zunehmend beschränkt. Seit Anfang dieses Jahres ist der Einsatz von Substanzen mit einem GWP von über 2500 in neuen Systemen bereits verboten; Wartungsarbeiten an bestehenden Anlagen dürfen nur noch mit recycelten Kältemitteln durchgeführt werden. Der zulässige GWP-Wert für neue Anlagen wird also kontinuierlich gesenkt. Ab 2030 werden Kühlanlagen mit dem heute noch viel verwendeten Kältemittel R404A verboten, sodass solche Systeme nach und nach außer Betrieb genommen oder umgebaut werden müssen. Hersteller und Zulieferer werden ebenfalls im Gebrauch und Vertrieb klimaschädlicher Kältemittel eingeschränkt. Im Laufe der Jahre hat sich der durchschnittliche GWP der gesamten im Umlauf befindlichen Kältemittelmenge schon deutlich verringert.

CO2 hat einen GWP-Wert von 1 und ist dadurch allein schon im Hinblick auf Klimaschutz und Zukunftssicherheit eine logische Alternative. Dazu kommen noch weitere Vorteile wie z.B. der sehr niedrige Preis von CO2 im Vergleich zu anderen Kältemitteln. CO2 ist damit ein zukunftsweisendes, kostengünstiges Kältemittel, das dank intensiver Forschung und Entwicklung bei KOMA optimal auf den Kühlbedarf von Bäckereibetrieben zugeschnitten ist.

4